Mittwoch, 25. Januar 2012

Heinz

Pfeife stopfen. Kurz nachdenken. Weiter im Text.

Die Tastatur klapperte. Rebellisch wurden die Tasten niedergedrückt mit der Seelenlast des einsamen Schreibers. Stakkatoartig wuchs der Rauch mit seinem Atem in das Zimmer hinein. In dem Bücherschrank hinter ihm war die Zeit eingefroren. Buchrücken verkündeten die Zeit so um 1945 herum. Die kleine Lampe erhellte einen kleinen Kreis auf dem Schreibtisch. Im Halbdunkel klang das Klappern der Tasten interessant. waren lauter als ein Atem der Vergangenheit.

Pfeife aus. Gedanken dahinter. Kurz drehen. Antwort geben und weiter im Absatz.

Der Bildschirm zeigte schwarze Schwärme seiner Gedanken. Wuchsen wie ein Netz. Die Verlängerung seiner Fingerkuppennnerven, die beharrlich transportierten was einen Weg suchte. Schon so lange suchte. Draußen Regen. Bald würde er Schnee werden. Wie Haar grau. Im Straßengraben würde er sich sammeln. Dreckig werden und eine Schwulst zwischen den Jahreszeiten bilden.

Kurz der Uhr lauschen. Erinnern. Schläfe in Streifen schlagen. Keine Anrufe.

Tick tack. Sie schien schneller zu laufen. Sich dem Bemühen entziehen zu wollen Lücken in sie zu schlagen, um ab und zu ausruhen zu können. Damals waren Konfrontationen anders. Nicht aus dem Nichts kommend wie ungeladene Überraschungen. Vorbereitbar war dadurch trotzdem nichts. Was blieb waren Reaktionen. Ereignissen strickten das Leben. Aber es war doch einmal andersherum, oder? Wann nur?

Fertig. Nachbessern. Hier ein Komma. Dort eine Lesefalle setzen.

Der Schreiber lächelte. War zufrieden mit dem gemalten Bild auf weißem Grund. Die Leere war gefüllt, denn das Lächeln war auch nie anders gewesen als heute. Vielleicht durch ein paar Falten mehr gestützt. Aber vom selben Ausgangspunkt in der Körpermitte links kommend.